Arbeiten Apple-Zulieferer tatsächlich unter gefährlichen Verhältnissen?

Die chinesischen Zulieferer von Apple sind in die Kritik geraten. Mehr als 10.000 Schüler arbeiten Berichten zufolge unter gefährlichen Umständen. Diese Kritik ist nicht neu – man hatte bereits in den letzten Jahren darüber berichtet.

Und nun sind neue Schlagzeilen aufgetaucht, dass sich an den angeprangerten Verhältnissen nichts geändert habe – höchstens zum Negativen. Die Schüler, die hier als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, bekommen noch nicht einmal ihren vollen Lohn – dieser wird zum Teil von den Schulen und Lehrern einbehalten, die die Stellen vermitteln.

Außerdem wird die zulässige Arbeitszeit überschritten – Schichten dauern oft länger als 12 Stunden. Bis zu 80 Überstunden im Monat werden gezählt. Wer sich gegen die Bedingungen auflehnt, wird entlassen und bekommt seinen ausstehenden Lohn nicht.

Apple fürchtet den Imageschaden und hatte daher schon im Vorjahr einen Teil der Produktion an andere Firmen übertragen. Aber das hat keine Verbesserungen, sondern eher Verschlechterungen gebracht. Denn Apple hat bei den neuen Ausschreibungen darauf geachtet, dass die neuen Anbieter noch billiger arbeiten als die alten. Den Preis dafür zahlen die Arbeiter – was auch in den Chefetagen von Apple klar sein dürfte.

Derweil beschwert man sich bei Apple darüber, dass das Konzernwachstum ins Stocken geraten sei. Das abgelaufene Quartal hat dem Internetriesen ein Umsatzplus von weniger als einem Prozent beschert. Und damit ist man nicht zufrieden. Man ist verwöhnt von den letzten Jahren, als die Nachfragen nach iPhone und iPad sprunghaftes Wachstum nach sich zogen.

Der vorletzte Quartalsbericht hatte eine Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich ergeben. Nachdem die Apple-Aktie seit dem Vorjahr um rund 40% eingebrochen war, hat sie nun vier Prozent zugelegt. Der Umsatz im Bereich des iPhone hat besser als erwartet abgeschnitten.

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