Folgt der Finanzkrise noch nach fünf Jahren ein Crash?

Experten beschuldigen die Notenbanken, spekulative Anlageblasen verursacht zu haben. Sowohl am Aktienmarkt, als auch bei den Staatsanleihen und an den Kreditmärkten. Durch das Nachlegen von druckfrischem Geld, so sind sich die Finanzexperten sicher, gibt es eine gigantische Kreditblase, die demnächst platzen wird.

Es wird spekuliert, dass die USA kurz vor der Rezession stünden. Kupfer gilt seit jeher als Konjunkturindikator. Der Preis fiel bei der Finanzkrise 2008 mächtig ab. Und nun ist er um fast 20 % gefallen – manche sehen darin einen eindeutigen Hinweis auf das, was kommen wird.
Auch um die Realeinkommen in den USA ist es nicht gut bestellt. Hier gab es einen Einbruch von über 5 %, soviel wie zuletzt nur während der vorigen Rezession.

Die <strong>„Quantitative Easing“ hat weder der Realwirtschaft noch dem Arbeitsmarkt in den USA Vorteile gebracht. Allerdings beschleunigte sich dadurch die Umverteilung der Vermögen. Einer Umfrage zu Folge ist das Nettovermögen von rund 93 % der amerikanischen Haushalte seit 2011 um durchschnittlich 4-5 % gesunken. Die fehlenden 7 % der Haushalte konnten ihr Vermögen mehren, und zwar um über 25 %.

Experten befürchten, dass sich die EZB von diesen Vorgängen zu sehr abhängig macht. Sollte es in den USA eine Rezession geben, entsteht eine Gefahr für die EZB, die eifrig Schuldpapiere kauft.

In wie weit solche Szenarien eintreffen werden oder könnten, kann derzeit niemand sagen. Aber fraglich ist schon, wie die nahe-0-Prozent-Politik weiter gehen wird. Und was sie für Anleger und Immobilienbesitzer bedeutet.

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