Nach dem Java-Gau: sind unsere Computer wirklich gefährdet?

Seit zwei Tagen ist bekannt: es gibt einen gefährlichen Software-Fehler auf Millionen von Computern. Java für Windows hat akute Probleme verursacht. Wie man jetzt feststellt, wird die Sicherheitslücke bereits seit Längerem von Kriminellen ausgenutzt. Das entsprechende Browser-Plugin sollte daher so schnell als möglich deaktiviert werden.

Über diese Sicherheitslücke in Java 7 gelangen seit geraumer Zeit Computerschädlinge auf die Geräte, mit denen Daten ausspioniert werden können. Wer die speziell dafür ausgelegte Website besucht, hat sich meist schon infiziert. Rund 1,1 Milliarden Computer weltweit dürften sich nun mit diesem Problem herumschlagen, davon mehrere Millionen in Deutschland.

Betroffen sind mehrere Java-Versionen, die für die BS Windows, Linux, Solaris und Mac OS X gedacht sind. Nur einige Virenscanner können diese Angriffe erkennen und entsprechend abwehren. Die Experten gehen davon aus, dass besonders in diesen Tagen, in denen der Schaden bekannt gemacht wurde, gehäuft solche Schädlinge verbreitet werden. Der Code ist zunehmend auch auf seriösen Seiten installiert und infiziert demnach auch Computer, auf denen keine gefährlichen Seiten aufgerufen werden.

Schutz ist folgendermaßen möglich: Nutzer müssen das Java 7 Runtime Environment auf Java Runtime 7 Update 10 aktualisieren. Dann auf „Systemsteuerung“ von Windows klicken, auf Programm, dann auf Java. Nächster Klick: Registerkarte Sicherheit. Nun den Haken bei Java-Content im Browser aktivieren. Dann mit OK bestätigen.

Sicher ist allerdings nur eine Deinstallation von Java. Man rechnet mit der Veröffentlichung eines Sicherheitsupdates von Software-Hersteller Oracle, wobei dafür aber noch kein Termin genannt wurde. Bei auftretenden Problemen sollte man sofort einen Fachmann aufsuchen, der dann die Daten retten kann, bevor der Virus weiteren Schaden anrichtet.

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