Wie beliebt sind die Elektroautos?

Zunächst galten Sie als großer Wurf – doch bislang sind nur wenige tausend der Elektroautos in Deutschland zugelassen. Die Kanzlerin hat ein Ziel: bis 2020 sollen eine Million der neuen Flitzer auf unseren Straßen rollen. Regierungsseitig lehnt man jedoch Kaufprämien ab und Wirtschaftsminister Phillip Rösler will die Industrie in die Pflicht nehmen. Wie wird das weitergehen?

Die Diskussion darüber entbrannte erneut auf der internationalen Konferenz zum Thema Elektromobilität, die in Berlin stattfand. Eine branchen-und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, so stellt man fest, sei für die Erreichung des Ziels unabdingbar. Denn die Mobilität solle mit den Elektroautos klimafreundlicher werden.

Bis zum Ende des Jahres 14 wollen diverse Autobauer 16 neue Modelle für die Elektroautos auf den Markt bringen. Das stimmt Verkehrsminister Ramsauer zuversichtlich. Denn wenn ein breiteres Angebot zur Verfügung stünde, würde auch die Nachfrage angekurbelt, so ist er sich sicher. Die Entwickler müssen noch an der Alltagsfähigkeit der Autos arbeiten, und bezahlbar sollen die Modelle auch sein. Die Autobranche hatte gefordert, Kaufprämien müssten von der Regierung ausgegeben werden. Doch bei diesem Thema bleibt die Regierung stur. In anderen Ländern ist ein solcher finanzieller Anreiz allerdings Gang und Gäbe.

Rössler forderte unterdessen die Industrie auf, ihren Zusagen bezüglich der neuen Modelle nachzukommen. 17 Milliarden Euro sollen demnächst in die Forschung auf diesem Gebiet fließen, das hatte die Industrie zugesagt. Probleme beim Bau und Verkauf der Elektroautos machen vor allem die noch immer hohen Batteriekosten. Die nationale Plattform Elektromobilität ist sich sicher, dass ein um ein Fünftel niedrigerer Preis für die Batterien rund eine Viertelmillion mehr dieser Autos auf den Straßen bedeuten würde.

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